Erfahrungsbericht

Tabla Chakra Meditation aus Sicht einer Yoga Lehrerin

Die bekannte Yoga-Lehrerin und Schriftstellerin Lore Tomalla schrieb spontan der Anubhab-Academy indian music and more folgenden Brief, den wir hier veröffentlichen dürfen.

Brahman ist ein Klang. Es sind subtile Klänge…

„(…) Wir hatten das Glück, bei einem berühmten Professor für indische Philosophie einen Vortrag hören zu können. Auf mich machte er den Eindruck, ziemlich eingebildet und überheblich zu sein. Er kam in indische Kleidung gehüllt. Ich hatte noch nie gesehen, daß in Indien die Männer einen Dhoti tragen und wunderte mich sehr, warum der ein Betttuch um die Beine geschlungen hatte.

Aber wir wollten ja etwas lernen. Wir durften Fragen stellen.

Ein Franzose fragte:
„Was ist das Brahman?“

Verdutzt antwortete der vornehme Professor:
„Brahman ist Brahman“.

Der Franzose wiederholte seine Frage.
„Wir wachsen nicht mit diesem Gedankengut auf, wir wissen nicht, was das Brahman ist“.

Wie ein Schuljunge wiederholte der Professor:
„Brahman ist Brumum“.

Der Franzose intensivierte seine Frage:
„Wir sind Europäer. Wir haben eine sehr  weite und teure Reise unternommen, um zu erfahren, was das Brahman ist.  Bitte, erklären Sie uns: Was ist das Brahman? Wir haben von indischen Göttern gehört, Vishnu, Shiva, Brahma, Ganesha, Rama, Krishna, Lakschmi, Kali und viele andere noch. Wir verstehen das nicht. Brahma hat vier Köpfe, kann in alle Himmelsrichtungen sehen  – und was ist das Brahman?“

Da setzte sich der  Professor ganz still hin und dachte nach.  Alle Überheblichkeit und Eitelkeit war aus seinem Benehmen gewichen. Er wollte uns unseren Wunsch erfüllen, wußte aber in dem Moment nicht, wie das zu tun war. Es dauerte etwa zehn Minuten bis er zu sprechen begann.

„Brahman ist ein Klang. Wie soll ich jemandem, der nicht hören kann, erklären, was für ein Geräusch ein Auto macht? Brahman ist nicht einfach Lärm. Brahman  – das sind feine subtile Klänge“.

Er sprach eine Stunde.

Danach waren wir alle überzeugt: Musik ist Gott und Gott ist Musik.

Ich bin dankbar, diesen Vortrag des indischen Professors gehört zu haben.

Abgetaucht in Brahman’s Welt

Als ich Chakra Trommeln in Zollstock bei Debasish hörte, war das – ich sage jetzt mal rajasisch. Es war lebhaft, laut und anregend.

Am vergangenen Sonntag war es sehr intensiv, es war zart, leise, eindringlich, ich möchte sagen sattwisch. Es war so, wie der Professor in Madras uns das Brahman erklärt hat. Wir waren abgetaucht in Brahmans Welt. Debasishs Trommeln hatte uns dahin geleitet.

Ich war darüber eingeschlafen. Das ist ein gutes Zeichen, es beweist, wie entspannt ich war. Ich schreckte hoch wie aus susupta, traumlosem Schlaf. Eigentlich gehört es zu tiefer Meditation, hellwach zu bleiben und dennoch die Umgebung nicht zu bemerken. Ich konnte nicht auf die anderen achten, ich hatte mit mir selber zu tun. 

Debasish meditierte, um uns Zeit zu lassen, zurück zu finden in unsere Alltagshaut.

Es hat mir gut getan – aber es war so intensiv, ich war völlig erschöpft und wäre am liebsten sofort nachhause gegangen. Es war aber gut, daß ich noch zum OM Chanten geblieben bin. Die Gruppe trägt und gerade der Laut Om gehört zu Brahman.

Gott will, daß wir gesund sind. Leider lassen wir uns in unserem Alltag stören und das führt zu Erkrankungen.

Erst heute, fünf  Tage später ist mir das Geschehen am Tag im Einklang mit meinem Leben bewußt geworden.  Dank auch für Reis und Dhal. Der Dhal im Eimerchen hat zuhause für zwei Mahlzeiten  gereicht.  

Lebensmelodie

Vor Jahren schrieb ich ein Gedicht mit dem Titel Lebensmelodie.
In diesem Gedicht versuche ich zum Ausdruck zu bringen, daß jeder Mensch seine spezifische Lebensmelodie und seinen speziellen Lebensrhythmus hat.

Man kann nicht einfach irgendeine Rudraveena kaufen. Der Musiker bekommt sein individuelles Instrument. 

Jede Rudraveena klingt etwas anders.
Jeder Mensch ist ein Musikstück.
Jeder Mensch ist ein Lied, ein individuelles Lied.

Chakra Trommeln harmonisiert uns.
Wer es hört, kommt mit sich selbst in Einklang.

Im Alltag stören uns Mißklänge.

Chakra Trommeln harmonisiert uns.

Wer es hört, kommt mit sich selbst in Einklang.

Das muß man dann erst wieder mit dem Alltag, den man lebt, zusammenordnen, denn man hat ja versucht, sich dem anzupassen, was nicht zu einem gehört und das hat gekränkt, krank gemacht.

Um sich zu heilen muß man auch seine Umgebung ordnen. Das ist manchmal gar nicht möglich, weil die Lebensumstände das nicht erlauben.

Man schlüpft nach der Meditation wieder in seinen angepaßten Lebensstil, der nicht zum angeborenen Lebensrhythmus gehört.

Es ist nicht alles ideal, auch das ursprüngliche nicht.
Das nennt man Karma.
Unsere Lebensaufgabe ist, gut damit fertig zu werden.“

Köln, den  4.2.2011

LORE  TOMALLA 
MAARWEG  78
50933  KÖLN

Tel. 0221- 5461655

loretomalla@gmx.de

Eine Antwort zu Erfahrungsbericht

  1. Pingback: Indische Heilkunst: Tabla-Chakra-Meditation | ANUBHAB-ACADEMY indian music and more

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